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Worauf achten beim Kauf eines Hochstuhls?

Bei der großen Auswahl an Kinderhochstühlen gibt es einige Merkmale, auf die Sie beim Kauf achten sollten um das beste Produkt für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Die Sicherheit des Kinderhochstuhls

In erster Linie sollte ein Kinderhochstuhl den hohen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Achten Sie daher auf den Code 2013/121/EU. So können Sie sicher sein, dass alle Vorgaben der Europäischen Union erfüllt werden. Weiterhin gibt es verschiedene Prüfsiegel auf nationaler Ebene. Dazu gehören GS und das „goldene M“, welche noch höhere Anforderungen an die Qualität von Hochstühlen stellen.

Welche Ausstattung braucht ein Kinderhochstuhl?

Die Ausstattung eines Kinderhochstuhls kann bei den verschiedenen Modellen stark variieren. Eine verstellbare Rückenlehne macht die Nutzung in Liegeposition ab der Geburt möglich. Andernfalls darf das Kind erst mit am Tisch sitzen, wenn es das selbstständige Sitzen beherrscht. Armlehnen sind bei einem Hochstuhl nicht unbedingt erforderlich. Das Tablett ist aus praktischen Gründen sinnvoll, generell kann das Kind aber auch direkt mit am Esstisch der Familie sitzen. Die Sicherheitsgurte sind essentiell und dürfen bei keinem Hochstuhl fehlen. Grundsätzlich ist dabei das 3-Punkt-Gurtsystem ausreichend, noch besser ist allerdings das 5-Punkt-System. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie der Fußstütze schenken. Sie ist wichtig, um dem Kind richtigen Halt zu geben und den empfindlichen Rücken zu entlasten. Idealerweise passt der ganze Fuß darauf. Es ist von Vorteil, wenn Anpassungen der Höhe möglich sind. Beim Material hat Holz viele Vorteile gegenüber Kunststoff.

Die Entscheidung zwischen den verschiedenen Bauarten der Kinderhochstühle

Die verschiedenen Bauarten haben alle etwas für sich, achten Sie dabei auf Ihre persönlichen Anforderungen an einen Kinderhochstuhl. Je nach Länge und Art der Nutzung bieten sich verschiedene Modelle an. Durch die Möglichkeit des besonders langen Gebrauchs überzeugt der Treppenhochstuhl. Die Flexibilität in der Anpassung von Größe und Höhe z.B. der Fußstütze machen den Stuhl zu einem immer passenden Stuhl bis ins Erwachsenenalter. Der Kombihochstuhl ist praktisch und kostengünstig. Durch das einfache umbauen zu Kindertisch und Stuhl kann auch dieser noch über den Hochstuhl hinaus genutzt werden. Mit seinen vielfältigen Funktionen überzeuget der Mehrzweckhochstuhl. Eine verstellbare Rückenlehne ermöglicht die Liegeposition. Viel Stauraum, ein großes Tablett und schickes Design machen ihn für viele Eltern zum Favoriten. Als sinnvolle Lösung für unterwegs ist der Reisehochstuhl bestens geeignet.

Checkliste – Achten Sie beim Kauf eines Hochstuhls auf:

  • EU-Code
  • Prüfsiegel
  • Fußstütze
  • Sicherheitsgurt-System

Ausstattung eines Hochstuhls – was macht Sinn?

Rückenlehne

Kinderhöchstühle sind per Definition ab einem Alter von 6 Monaten, generell sollten Kinder erst das selbstständige Sitzen gelernt haben. Oft wird mit dem Füttern von Beikost schon vorher begonnen, damit steigt auch das Bedürfnis den Hochstuhl schon einzusetzen. Dabei kann die Rückenlehne den entscheidenden Unterschied machen: Mit einer nach hinten verstellbaren Funktion wird die Liegeposition ermöglicht und damit auch die Nutzung ab bereits 0 Monaten. Mehrzweckhochstühle haben diese Funktion meistens integriert. Einige Modelle arbeiten auch mit einer aufsetzbaren Babyschale.

Ausstattung eine Kinder Hochstuhl - was macht sinn?

© pixabay.com

Zu Beginn ist es wichtig, dass die Rückenlehne hoch genug ist. Auch die Polsterung spielt eine Rolle. Denn auch wenn das Kind nicht durchschnittlich nur 10-15 Minuten im Hochstuhl sitzen sollte, ist der Komfort wesentlich. Verwenden Sie darum bei Kombi- und Treppenhochstühlen anfangs eine Sitzverkleinerung. Im besten Fall wird sie vom gleichen Hersteller erworben.

Armlehnen

Hochstühle kommen auch ohne Armlehnen aus, speziell die platzsparenden Modelle überzeugen mit Ihrer spartanischen Ausstattung. Es gibt auch Sitzverkleinerer inkl. Armlehnen. Aus orthopädischer Sicht oder Haltungsgründen sind sie nicht erforderlich. Auf das Drängen der deutschen Verbraucher wurden die sicherheitstechnischen Anforderungen der Armstützen von Sitzerhöhungen im neuen Entwurf der EU ausgeweitet bis zu einem Alter von 36 Monaten.

Tablett

Die Tabletts der Hochstühle gibt es in den verschiedensten Größen, bei einigen Modellen sind sie gar nicht vorhanden. Diese werden einfach direkt an den Esstisch gestellt. Das Tablett soll dem Kind das Essen erleichtern und das Herunterfallen davon verringern. Bei Mehrzweckhochstühlen gibt es, entweder integriert oder als Zusatz erhältlich, drei unterteilte Bereiche für Teller, Besteck und Becher. Oft ist es möglich das Tablett abzumontieren.

Sicherheits-Gurtsystem

Die Sicherheit ist der wichtigste Aspekt bei Hochstühlen. Natürlich sollten Eltern ihre Kinder im Hochstuhl niemals aus den Augen lassen. Zuerst brauchen die Kleinen Unterstützung, da sie noch nicht sicher sitzen. Später werden sie immer kreativer in der Nutzung des erhöhten Sitzes. Trotz Aufsichtspflicht sollten die Kinder nicht in der Lage sein, von selbst aus dem Stuhl herauszukommen. Das wäre der Fall, wenn es ein Bein hochziehen und durch den Schrittgurt hindurch stecken kann. Es besteht die Gefahr nach unten durch zu rutschen! Die Sitzfläche ist dann zu groß und sollte verkleinert werden. Das Kind sollte minimal mit dem 3-Punkt-Gurtsystem gesichert werden, noch besser ist das 5-Punkt-System.

Fußstütze

Ein Kind sitzt erst dann optimal, wenn es sich mit dem ganzen Fuß abstützen kann. Dabei sollten sich die Kniekehlen auf Höhe der Sitzvorderkante befinden und die Unterschenkel gerade nach unten zeigen. Wenn dann der Rücken die Lehne erreicht, ist er richtig abgestützt. Viele Modelle scheitern daran! Zu empfehlen ist in dieser Hinsicht der Treppenhochstuhl, da sich Sitzfläche und Fußstütze flexibel anpassen lassen.

Material

Holz als verwendetes Material hat bei Hochstühlen einige Vorteile. Bei Treppenhochstühlen wird dadurch die Kippsicherheit gewährleistet, sie sollten deshalb auch nicht aus Kunststoff gekauft werden. Das große Gewicht kann aber auch nachteilig sein. Die Holzmodelle lassen sich nicht zusammenklappen und sind damit deutlich schwerer zu transportieren. Andererseits:

  • wirkt das natürliche Material hochwertiger
  • passt optisch besser zu anderen Holzmöbeln und
  • ist robuster als Kunststoff

Entscheiden Sie sich für massives Holz an Stelle der gepressten Variante, aus dem verwendeten Leim können sich bei manchen Modellen krebsverdächtige Stoffe lösen. Bei der Reinigung liegen die Plastik-Stühle weiter vorn. Der Holzlack kann von industriellen Reinigern leicht beschädigt werden, Kunststoff ist dafür generell anfälliger für mögliche Schäden. Als nachwachsender Rohstoff ist Holz die umweltfreundlichere Lösung. Viele Hochstühle aus Kunststoff konnten beim letzten Öko-Test 2016 wegen ihrer Schadstoffbelastung nicht überzeugen.

 

Letzte Aktualisierung am 24.10.2020 um 21:38 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API